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07. MÄRZ 2024 | 18.00 - 19.30 UHR

Der Atomwaffenverbotsvertrag - der erste "feministische" Abrüstungsvertrag?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Carmen Wunderlich (Politikwissenschaftlerin, Freiburg und Duisburg-Essen) und Dr. med. Ingrid Farzin (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs IPPNW Bochum)

Moderation: Rita Bernhard, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, IPPNW Bochum

Eine Veranstaltung der IPPNW Bochum.

 

Ort: Fritz Bauer Bibliothek, Feldmark 107, 44803 Bochum

Eintritt frei

 

Wichtiger Hinweis
Es gibt aktuell noch keinen barrierefreien Zugang zu den sanitären Anlagen. Sie sind nur mit Begleitperson erreichbar!

  • Beschreibung

Frauen haben von Beginn an eine zentrale Rolle in der globalen Anti-Atom-Bewegung gespielt und sich für die Abrüstung von Kernwaffen eingesetzt. Lange Zeit wurde die Bedeutung von Frauen und des Faktors „Geschlecht“ (gender) in der Nuklearpolitik jedoch ausgeblendet, die Debatte um die Ausgestaltung der globalen nuklearen Ordnung auf die Sicherheit von Staaten fokussiert und nukleare Abschreckung als notwendiges Übel gerahmt, um diese zu gewährleisten. Auch vor diesem Hintergrund stellt der 2017 verabschiedete Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV) einen historischen Meilenstein dar – als erster Abrüstungsvertrag erkennt er die besonderen Folgen nuklearer Strahlung für Frauen und Mädchen an und verpflichtet die Vertragsparteien, geschlechtsspezifische Maßnahmen zu ergreifen. Beatrice Fihn, die langjährige Direktorin der globalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und Friedensnobelpreisträgerin bezeichnete den AVV daher als ersten „feministischen“ Abrüstungsvertrag. Der Vortrag nimmt diese Feststellung zum Ausgangspunkt, um sowohl die Rolle von Frauen für das Zustandekommen des AVV, wie auch die Bedeutung des Atomwaffenverbotsvertrags für Frauen und andere marginalisierte Akteur:innen näher zu beleuchten. Inwiefern wohnt dem AVV tatsächliches Transformationspotential inne, angesichts aktueller weltpolitischer Herausforderungen und Krisenzustände? Welche Rolle kommt in diesem Zusammenhang feministischer Außenpolitik zu, zu der sich in den letzten Jahren immer mehr Staaten bekannt haben?

Diese Themen sollen bei der Veranstaltung am Vorabend des Weltfrauentags vertieft und diskutiert werden.

 

Dr. Carmen Wunderlich vertritt seit Oktober 2023 die Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität Freiburg (https://www.politik.uni-freiburg.de/professuren/internationale-beziehungen/dr.-carmen-wunderlich). Regulär ist sie Akademische Rätin auf Zeit am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen (derzeit beurlaubt) sowie assoziierte Forscherin am Peace Research Center Prague (PRCP), dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) und dem Käte Hamburger Kolleg/Center for Global Cooperation Research CGCR) der Universität Duisburg-Essen. Carmen Wunderlich forscht und lehrt an der Schnittstelle von Internationalen Beziehungen, Friedens- und Konfliktforschung sowie internationaler Sicherheit. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich vor allem mit dem dynamischen Wandel globaler Norm(bedeutung)en und Praktiken der Anfechtung globaler Normen durch staatliche wie nichtstaatliche Akteure, insbesondere im Bereich der nuklearen Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung.

 

Moderation: Rita Bernhard, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, IPPNW Bochum

 

Kontakt: magdalena.koehler@buxus-stiftung.de

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