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07. Juli 2022 | 18.30 Uhr

"In Gedenken an einen Rassisten" | An was wollen wir erinnern? Was wollen wir vergessen?

In Zeiten von Geschichtsrevisionismus sind es diese Fragen, mit denen wir uns als Gesellschaft befassen müssen. Wollen wir Rassismus und Faschismus durch große Denkmäler weiterhin Platz in unseren Städten einräumen, wollen wir sie verstecken oder sollten wir die Umformung dieser Denkmäler zu Orten der Begegnung fordern?

Vortrag  |  Künstlerische Intervention | Diskussion

Ort: Q1 – Eins im Quartier – Haus für Kultur, Religion und Soziales, Halbachstraße 1, 44793 Bochum

Einlass: 18.30 Uhr
Ende: 20.30 Uhr

Kostenloser Eintritt

(Maskenpflicht bitte beachten.)

  • Beschreibung

Vortrag  |  Künstlerische Intervention | Diskussion

In Zeiten von Geschichtsrevisionismus sind es diese grundlegenden Fragen, mit denen wir uns als Gesellschaft befassen müssen. Wollen wir Rassismus und Faschismus durch große Denkmäler weiterhin Platz in unseren Städten einräumen, wollen wir sie verstecken oder sollten wir nicht wenigstens die Umformung dieser Denkmäler zu Orten der Begegnung, des Widerstands, der Kunst und Kultur und des Miteinanders fordern?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben wir zwei Personen eingeladen, die sich seit Jahren mit Kriegerdenkmälern befassen: Klaus-Peter Klauner (Brühl) und Wolfram Kastner (München). Wenn Euch diese Fragen auch interessieren, kommt gerne am 7. Juli 2022 um 18.30 Uhr ins Q1 in Bochum (Beginn ist 19.00 Uhr). Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion!

„Baut die Kriegerdenkmäler ab! Erschafft aus eben diesem Material zivile Friedens- und Versöhnungsmale mit den Betroffenen auf allen Seiten – gedenkt der Opfer und zugleich der Menschen, die sich für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit eingesetzt haben, über alle Grenzen und Zeiten hinweg.”
⏤ Klaus-Peter Klauner

“Ich bin zum Gehorsam erzogen wie alle in diesem Land. Aber ich kann nicht wegschauen.”
⏤ Wolfram Kastner


Klaus-Peter Klauner (Journalist, Köln), geboren 1952 in Norddeutschland, studierte Nachrichtentechnik in Bingen (Rhein) und arbeitete ab 1979 im Bereich Film- und Videotechnik beim WDR. 1993 ist er neben Monika Hauser beteiligt an der Gründung der Frauenrechtsorganisation medica mondiale, ihr gemeinsames Leben dreht sich bereits ab diesem Zeitpunkt um Themen wie Krieg, sexualisierte Gewalt und patriarchale Strukturen. Ab 2000 beginnt Klauner mit einem erneuten Studium, diesmal im Bereich der Sozialpädagogik. Nach seinem Eintritt in den Vorruhestand 2014 widmet er sich erneut den Themen Krieg und Gewalt, diesmal zunächst in der eigenen Familiengeschichte. Auf dieser Basis entsteht die Internetseite kriegerdenkmal.org, auf der sich Klauner bis heute umfangreich mit Kriegerdenkmälern auseinandersetzt und für einen Wandel der deutschen Erinnerungskultur eintritt.

Wolfram Kastner (Künstler, München), geboren 1947 in München, studierte Germanistik, Psychologie, Kunstgeschichte und Soziologie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ab 1979 als freischaffender Künstler tätig, erregte er durch öffentliche Aktionskunst und Interventionen Aufsehen. Dieses erreichte 1994 einen Höhepunkt mit der Aktion zur Erinnerung an die Bücherverbrennungen von 1933. Nach der Tätigkeit als Dozent an unterschiedlichen Hochschulen, setzte sich Kastner intensiv mit der NS-Geschichte auseinander. Für seine Arbeit gegen die Verdrängung der NS-Verbrechen aus dem öffentlichen Bewusstsein erhielt  er 2011 den Hans-Frankenthal-Preis des Internationalen Auschwitz-Komitees. Weiteres Aufsehen erregte Kastner durch seine Aktionen 2015 und 2016, indem er das Denkmal für den Wehrmachtsgeneral Jodl künstlerisch veränderte.

Diskussionsleitung

Tobias Fetzer M.A. (Historiker, Fritz Bauer Forum, Bochum), studierte Religions- und Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Sein Forschungsschwerpunkt waren hier die sozialen Bewegungen der Neuzeit. In seiner Masterarbeit untersuchte er, wie Akteure aus Stadt, Staat und sozialer Bewegung an die Zeit der Hausbesetzer*innenbewegung in Bochum erinnern. Die Auseinandersetzung mit der Erinnerung an diese Bewegung ist auch Thema seines 2020 begonnenen Dissertationsprojekts Im Fritz Bauer Forum ist er, neben Recherchearbeiten, für die virtuelle Umsetzung des Projekts „Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland“ verantwortlich.

 

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